Referenzen

Dr. med. Lothar Bamberg, Orthopäde/Kinderorthopäde 2022:


“Die Diplomlogopädin und Entwicklungsphysiologin Traudl Pörnbacher entwickelte vor mehrals 40 Jahren ein Entwicklungskonzept, kurz NEPA(neuroentwicklungsphysiologisches Aufbaukonzept) genannt, das sich inzwischen als sehr wirksam und nachgewiesenermaßen erfolgreich erwiesen hat. Es bindet Therapeuten und Therapeutinnen sowie die Eltern und Erziehungsberechtigten mit in den Behandlungsprozess ein.
Der Erfolg beruht auf der inzwischen unbestrittenen Erkenntnis, dass alle zur Entwicklung und zum Leben benötigten funktionalen Regelkreise genetisch primär im Gehirn angelegt sind.
Besonders gut zu beobachten ist dieses in den ersten 18 Lebensmonaten mit der
gesetzmäßigen Bewegungsentwicklung durch Reizung der z. B. sogenannten “Matrixpunkte” durch eine spezielle Lagerung (Pörnbacher Lagerungskeil), was später durch das Rollbrett und speziellen Tisch mit Therapiestuhl fortgeführt wird. Dadurch wird die Vernetzung der Entwicklung der Sinnesreizaufnahme, deren Verarbeitung und Funktionsleistung in der Auseinandersetzung mit der Umwelt gefördert.
Das Konzept umfasst nicht nur den Bereich der Kindertherapie, sondern auch den palliativenBereich im Pflegestadium bei schwerer Mehrfachbehinderung (SMB), also auch die Therapie im Erwachsenenbereich. Dort ist es vor allem wichtig, durch Lagerungsanwendung denAtemmodus zugunsten einer Tiefenatmung zu senken, um nur ein Beispiel zu nennen.
Zum Schluss sei noch einmal hervorgehoben, dass jedes Kind autonom entwicklungsfähig ist,was auch für Zustände nach einer Zerebralschädigung gilt.
Das ZNS sucht sich immer und naturgemäß seinen ihm schnellstmöglichen
Entwicklungsweg selbst!”